“Antiatom Szene” erklärt sich solidarisch mit den Besetzern des Greenpeace-Wien-Büros

Vortäuschung eines Baustopps in Mochovce gefährdet die tatsächliche Verhinderung des Ausbaus

Medienmitteilung von “Antiatom Szene” am 27.08.2013

Am 21.8. wurde medial gezielt eine Falschinformation verbreitet, wonach Greenpeace einen Baustopp im Atomkraftwerk Mochovce (Blöcke 3 & 4) erreicht haben wollte. Während die falsche Jubelmeldung ungeprüft eine breite Berichterstattung nach sich zog, förderten Recherchen zutage, dass das namhaft gemachte und fast zwei Monate alte OGH-Urteil keineswegs eine Aufhebung der Baugenehmigung vorsieht, sondern lediglich die Entscheidung der Nuklearaufsichtsbehörde Nr. 79/2009 über den Ausschluss von Greenpeace vom Genehmigungsverfahren betrifft. In der Folge verlautbarte auch Greenpeace-Experte Jan Haverkamp (Greenpeace Experte Central Europe) in einer Atomgegner-Mailing-Liste bezugnehmend auf die slowakische Atomaufsicht UJD: “They say they will order a new round of public participation, but they decided that ENEL can continue with construction”.

“Fakt ist, auch Tage nachdem wir Greenpeace direkt mit der Kritik konfrontierten, ist die falsche Meldung nach wie vor online und Greenpeace verkauft weiter einen Sieg gegen die Atomlobby, den es so nicht gibt. Statt der Wahrheit gibt es einen Spendenaufruf. Abgesehen von der enormen ethisch moralischen Entgleisung und dem Vertrauensbruch gegenüber den Unterstützern von Greenpeace und der Bevölkerung gefährdet die Vortäuschung eines Baustopps die tatsächliche Verhinderung des Projektes massiv”, empört sich Elvira Pöschko, Obfrau der NGO “Antiatom Szene”.
Nutznießer der Greenpeace-Lüge sind ausschließlich Regierung und Grüne. Allen voran Umweltminister Berlakovich dürften die falschen Schlagzeilen besonders gelegen kommen, da dieser durch das Bekanntwerden einer von ihm mit der slowakischen Atomlobby geschlossenen Mochovce-Schweigevereinbarung in der Vergangenheit besonders negativ auffiel. Aber auch die Grünen nützen die Falschmeldung wider besseres Wissen und versuchen mittels dieser im Wahlkampf Profit zu schlagen.

Diese ungeheuerlichen Vorgänge zeigen, dass die österreichische Umweltbewegung am absoluten Tiefpunkt angelangt ist. Widerstand wird so zur Pflicht. Aus dem beschriebenen Hintergrund solidarisiert sich “Antiatom Szene” mit der Protestaktion der NGO “Resistance for Peace” und dankt den Aktivisten für ihr mutiges und ehrliches Engagement.

Weitere Informationen:
Elvira Pöschko: +43 650 6660065, www.antiatomszene.info