Sicherheit

Fragen der Sicherheit von AKW´s und anderen Atomanlagen

Italien lehnt Berlusconis Atompläne kategorisch ab

Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomkraft mit beeindruckender Mehrheit abgelehnt – endgültiges Aus

Italiens Bevölkerung hat den Plänen von Premier Berlusconi zum Wiedereinstieg in die Atomkraftnutzung eine kategorische Absage erteilt. Im Rahmen des vom 12. bis 13. Juni stattfindenden Referendums haben sich 95% gegen die Atomkraft ausgesprochen. Damit wurde das endgültige Aus für die Atomkraft in Italien bestätigt.

Appell an Ex-Kanzler Gusenbauer: Ziehen Sie Lehren aus Fukushima und stoppen sie das skandalöse Mochovce-Engagement der STRABAG

Bundesregierung muss die Frage des fehlenden Containments des AKW Mochovce aktiv auf internationaler Ebene thematisieren.

PRESSEMITTEILUNG (10. Juni 2011). Anläßlich der heutigen Hauptversammlung des Baukonzerns STRABAG protestieren NGO´s gegen die skandalöse Beteiligung des Unternehmens am Ausbau von völlig veralteten sowjetischen Reaktoren ohne Containment im slowakischen Mochovce. Die Katastrophe in Fukushima hat der Weltöffentlichkeit eindrucksvoll vor Augen geführt, dass veraltete AKW´s ohne Containment schwere Unfälle nicht beherrschen können. Die wichtigste Lehre aus Fukushima lautet daher: Kernkraftwerke ohne Containment müssen möglichst rasch vom Netz. Weiterlesen

STRABAG HAUPTVERSAMMLUNG: NGOs protestieren am Freitag gegen Bauvorhaben AKW Mochovce

Utl.: Packelei mit Politik (siehe Fall Gusenbauer) auf Kosten der Sicherheit

Medienmitteilung der NGOs “Antiatom Szene” und “Resistance for Peace”Die NGOs “Antiatom Szene” und “Resistance for Peace” werden anlässlich der STRABAG-Hauptversammlung am Freitag, 10.6.2011 ab 9:15 Uhr vor dem “Austria Center Vienna”, Bruno Kreisky Platz, 1220 Wien gegen die Beteiligung der STRABAG am Mochovce-Ausbau 3&4 protestieren. Ein 4 Meter Banner mit der Aufschrift “Stopp STRABAG Atomgeschäft” wird gezeigt. Flyer, die das skandalöse Bauvorhaben im gefährlichsten Atomkraftwerksprojekt Europas zum Inhalt haben, werden verteilt und Aktionäre zum Protest  gegen den 88 Millionen Euro-Auftrag, den die STRABAG als billigster Bieter erhalten hat, aufgerufen. Weiterlesen

Unglaubwürdige Position von Berlakovich gefährdet eine strenge Überprüfung von europäischen Atomreaktoren

Umweltminister ist für die Geheimhaltung von Schlüsselinformationen zum AKW Mochovce in Kooperation mit der Atomlobby verantwortlich

PRESSEMITTEILUNG

(12. Mai 2011) Während sich Umweltminister Berlakovich noch immer als Erfinder der Stresstests für Atomreaktoren feiert, nutzt die Atomlobby dieses populistische Schlagwort zur Verharmlosung der Folgen der Fukushima-Katastrophe. Die bisher vorliegenden Vorschläge würden lediglich den AKW-Betreibern nutzen, da keine unabhängige Prüfung vorgesehen ist und viele wichtige Bereiche ausgenommen sind. Die Medienauftritte des Umweltministers, in denen er strenge Tests fordert, erscheinen im Lichte seiner politischen Aktivitäten als wenig glaubwürdig.

Bereits seit einem Jahr werden nämlich  Schlüsselinformationen zur Frage des fehlenden Containments des AKW Mochovce im Einvernehmen mit der slowakischen Seite geheimgehalten. „Wer für solche Mißstände verantwortlich ist, kann nicht glaubwürdig für strenge Überprüfungen eintreten“, erklärt Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. „Der Umweltminister ist daher aufgefordert, die Geheimhaltungspolitik sofort zu beenden und ein Vertragsverletzungsverfahren zur UVP Mochovce in die Wege zu leiten“, so Pavlovec abschließend.

Gedanken zu den Entwicklungen in der Anti-Atom-Offensive des Landes Oberösterreich

Veröffentlicht in “ENERGISCH” – Blog von Radko Pavlovec auf WordPress:

http://pavlovec.wordpress.com/

Vertragsverletzungsverfahren der Bundesregierung gegen Temelin und Mochovce statt unverbindlicher populistischer Aussagen gefordert

Kommentar von Radko Pavlovec zum 25. Jahrestag von Tschernobyl und Tag 46 der Fukushima-Katastrophe

(26. April 2011) Am 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe und Tag 46 des laufenden mehrfachen Super-GAU´s im japanischen AKW Fukushima wimmelt es in der Medienlandschaft von Aussagen politischer RepräsentantInnen verschiedener Parteien. Wer nicht einen sofortigen weltweiten Atomausstieg fordert, wird beinahe bereits als Unterstützer der Atomlobby angesehen. Solche Forderungen sind jedoch angesichts der zu lösenden Probleme völlig wertlos und stellen lediglich eine populistische Pflichtübung dar. Die Autoren solcher Forderungen verfügen über keinerlei Kompetenzen für ihre Durchsetzung und werden daher auch keine Verantwortung für ihr Scheitern tragen. Weiterlesen

25 Jahre nach Tschernobyl: Mehrfacher Super-GAU in Fukushima erreicht bereits gleiche Größenordnung

Kernkraftwerke ohne Containment haben im europäischen Netz nichts verloren – Ausbau des AKW Mochovce umgehend stoppen.

(22. April 2011) Genau 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ist die Welt mit einem Super-GAU der gleichen Größenordnung im japanischen Fukushima konfrontiert. Dies ist jedoch nur eine Zwischenbilanz, da die Lage in Fukushima noch immer nicht unter Kontrolle ist und nach wie vor große Mengen an radioaktiven Stoffen entweichen. Angesichts der Mengen an radioaktiven Substanzen in den drei betroffenen Reaktoren sowie in den vier von Problemen betroffenen Abklingbecken können noch wesentlich schlimmere Auswirkungen als in Tschernobyl nicht ausgeschlossen werden. Es handelt sich um einen mehrfachen Super-GAU in drei Reaktorblöcken, von denen jeder für sich die Bewertung 7 auf der INES-Skala verdient. In 25 Jahren sind wir also mit 4 Kernschmelzunfällen mit großen Freisetzungen konfrontiert. Diese Entwicklung steht im krassen Widerspruch zu den Angaben der Atomlobby, welche von Wahrscheinlichkeiten solcher Ereignisse von 1 zu 1 Million oder weniger ausgehen. „Das sogenannte Restrisiko des AKW-Betriebs wurde offensichtlich stark unterschätzt“, erklärt Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. „Die Bewertung der Atomtechnologie muss nach den Ereignissen in Fukushima dramatisch verändert werden. Vor allem bei veralteten Reaktoren ohne Containment muss es eine Nulltoleranz im Bezug auf den Weiterbetrieb geben“. Weiterlesen

Umweltminister Berlakovich ist für die Geheimhaltung zur Containmentfrage des erdbebengefährdeten AKW Mochovce direkt verantwortlich – Aussagen in der Pressestunde unglaubwürdig

Haltung zur Tätigkeit von Ex-Bundeskanzler Schüssel im Aufsichtsrat des Atomkonzerns RWE moralisch untragbar – U-Ausschuss sofort!

(13. März 2011) Die Aussagen von Umweltminister Berlakovich in der heutigen Pressestunde erscheinen angesichts seiner tatsächlichen politischen Aktivitäten als völlig unglaubwürdig. Berlakovich ist direkt verantwortlich für die Geheimhaltung von Informationen über das zentrale Sicherheitsproblem des slowakischen AKW Mochovce – das fehlende Volldruckcontainment. Die Klärung dieses Problems wird auch von der EU-Kommission gefordert. Vor einer bilateralen Expertensitzung im April 2010 legte die slowakische Seite eine umfangreiche Schweigeklausel vor. Kritische Experten durften ohne Unterschrift dieses skandalösen Dokuments nicht an der Sitzung teilnehmen. Die vom Umweltministerium gestellte Leitung der österreichischen Delegation unterstützte die Vorgangsweise der slowakischen Seite, Berlakovich verteidigte diese Vorgangsweise später in den Medien. „Bis heute wurden überhaupt keine Informationen über dieses zentrale Sicherheitsproblem veröffentlicht“, empört sich Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte, der die Unterschrift der Schweigeklausel verweigerte und daher von der Sitzung ausgeschlossen war. „Wie sicher Kernkraftwerke ohne Volldruckcontainment sind, kann man derzeit in Japan live miterleben. Die Errichtung und Betrieb solcher Anlagen am Sicherheitsniveau des Jahres 1970 darf in einfach nicht akzeptiert werden“, so Pavlovec weiter. Weiterlesen